Die FINMA regelt, welche Derivate über einen Handelsplatz oder ein Handelssystem nach Artikel 112 Absatz 1 gehandelt werden müssen. Sie berücksichtigt dabei:
den Grad von deren rechtlicher und operationeller Standardisierung;
deren Liquidität;
deren Handelsvolumen;
die Verfügbarkeit von Preisbildungsinformationen in der jeweiligen Kategorie;
die mit ihnen verbundenen Gegenparteirisiken.
Sie trägt dabei anerkannten internationalen Standards und der ausländischen Rechtsentwicklung Rechnung. Sie kann die Einführung der Pflicht, über einen Handelsplatz oder ein Handelssystem zu handeln, nach Derivatekategorie zeitlich staffeln.
Keine Pflicht, nach Artikel 112 zu handeln, kann auferlegt werden für:
Derivate, die von keinem entsprechenden Handelsplatz oder Handelssystem zum Handel zugelassen sind;
Währungsswaps und -termingeschäfte, soweit sie Zug um Zug (payment versus payment) abgewickelt werden.